Abwasseruntersuchung

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Abwasseruntersuchung 2017-04-06T08:18:37+00:00

Abwässer werden vor der Rückführung in den natürlichen Wasserkreislauf in Kläranlagen oder speziellen Abwasserbehandlungsanlagen zur Wiederherstellung der Wasserqualität gereinigt. Nicht abbaubare Schadstoffe werden dabei zum großen Teil in Filterkuchen bzw. Klärschlämmen gebunden und so dem Abwasser entzogen.

Abwässer werden nach der Abwasserverordnung (AbwV) sowie im Rahmen der Eigenkontrolle nach Indirekteinleiterverordnung für verschiedenste Betriebe, aber auch als Grundlage für die Dimensionierung und Überwachung von Abwasserbehandlungsanlagen analysiert. Die Reinigung und Kontrolle von Abwasser ist eine der zentralen Aufgaben im Bereich des nachhaltigen und vorsorgenden Umweltschutzes.

Auf dem Weg vom (Indirekt-) Einleiter zur Abwasserbehandlungsanlage finden Prozesse statt, die das Abwasser verändern. Es kann zur Bildung von Geruchs- und Gefahrstoffen kommen, die Abwasserbauwerke und -einrichtungen zerstören oder bei Einleitung in ein Gewässer ohne Behandlung Gewässerverunreinigung und Fischsterben verursachen können.


Wir bieten ihnen folgende Kläranlagendiagnosen & Leistungen:

  • Ermittlung von Belastung, Wirkungsgrad und Nährstoffverhältnissen
  • Kontrolle von Bemessungs- und Planungsgrundlagen
  • Sauerstoffeintragsmessungen
  • „Erste Hilfe“-Einsätze bei Störfällen (z. B. Bläh- und Schwimmschlammprobleme, Überschreitung der Ablaufwerte)
  • Untersuchungen im Kanalnetz
  • Unterstützung bei der Eigenkontrolle
  • Kläranlagen-Vergleichsmessungen
  • Mithilfe bei der Erstellung von Genehmigungsunterlagen oder Betriebsanweisungen
  • Probenahmen mit stationären, portablen und explosionsgeschützten Probenehmern und Durchflussmessgeräten
  • Mikroskopische Schlammuntersuchungen (z.B. mit Hilfe einer Gram- und/oder Neiserfärbung)

 

Gesetzliche Grundlagen & Richtlinien

Nach § 57 WHG muss Abwasser vor der Einleitung in ein Gewässer (Direkteinleitung) nach dem Stand der Technik behandelt werden. Mindestanforderungen für bestimmte Industriebranchen werden konkret in der Abwasserverordnung genannt. Die Einleitung in öffentliche Abwasseranlagen (Indirekteinleitung) wird durch § 58 WHG bestimmt.

Wasser, das potentiell mineralölhaltig ist, weil es z. B. zum Autowaschen verwendet wurde oder mit wassergefährdenden Stoffen in Kontakt gekommen sein kann (z. B. Abfüllflächen einer Tankstelle), muss vor Einleitung in den Abwasserkanal in einer Abscheideranlage nach EN 858 / DIN 1999 vorbehandelt werden.

Neben der Behandlung in technischen Kläranlagen kann Abwasser unter gewissen Umständen auch auf Rieselfeldern versickert werden, in Mulden abgesetzt oder in Abwasserteiche sowie Pflanzenkläranlagen eingeleitet werden.

Die Behandlung von Abwässern außerhalb zentraler Abwasserbehandlungsanlagen findet in Kleinkläranlagen statt. Unterschieden wird hierbei zwischen veralteten Systemen ohne Abwasserbelüftung (DIN 4261 Teil 1) und den heute geforderten vollbiologischen Kleinkläranlagen mit belüfteter Reinigungsstufe (DIN 4261 Teil 2).